Thomas Senf
 

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Unterschiedliche Bremssysteme

Bei einer Klettersteig- Sturzbremse muss die Sturzenergie (abhängig von Sturzhöhe und Gewicht) dynamisch abgearbeitet werden. Nach der Formel «Energie = Kraft mal Weg» kann das entweder durch langen Bremsweg mit niedriger Bremskraft (Bungee- Seil) oder durch kurzen Bremsweg und hoher Bremskraft (Betonboden) geschehen. Die Bremskräfte, die bei Klettersteigbremsen auftreten, sind nicht konstant. Zur Untersuchung und Optimierung von Bremsgeräten misst man ihren zeitlichen Verlauf und stellt ihn im Kraft-Weg-Diagramm dar. Die Fläche unter dem Diagramm entspricht dabei der Energie, welche beim Sturz auftritt und durch die Sturzbremse abgebaut werden muss.

Seilbremse

Klassische Seilbremsen erzeugen am Anfang dieser Kurve einen charakteristischen «Peak», das heisst eine kurze Kraftspitze mit relativ hohem Fangstoss, durch die schon der grösste Teil der Energie absorbiert wird. Da bei normgeprüften Klettersteigbremsen dieser Fangstoss im zulässigen Rahmen liegt, funktionieren diese Modelle bei normalgewichtigen Erwachsenen zufriedenstellend. Bei leichten Personen oder Kindern allerdings kann es sein, dass kaum Bremsseil durchläuft; die Bremse wirkt dann fast statisch und es entstehen hohe Kräfte, die gerade für Kinder gefährlich sein können.

Typischer Bremskraftverlauf mit Seilbremsenkonstruktion.

Bandfalldämpfer

Beim neuen Bandfalldämpfer Tec Step Via Ferrata erfolgt die Aufnahme der Sturzenergie durch Aufreißen der Verbindung zweier verwobener Bänder. Durch Steigerung der Stärke dieser Verbindung in vier Stufen kommt es zu progressiv ansteigender Bremskraft. Eine hohe Anfangskraftspitze wie bei der Seilbremse kann dadurch verhindert werden. Die vollständig textile Konstruktion des Bandfalldämpfers ohne Metallteile garantiert die sichere Funktion unter allen Witterungsbedingungen.

Typischer Bremskraftverlauf mit Bandfalldämpfer im Vergleich zu Seilbremsen-konstruktion.

Klettersteigsets verhindern im Fall eines Falles einen Absturz. Wegen des oft gestuften Geländes und der herausstehenden Sicherungen (hohes Verletzungsrisiko) sollte ein Sturz im Klettersteig jedoch unbedingt vermieden werden. Dies sollte schon bei der Planung der Tour bedacht werden: Klettersteige sollten so gewählt werden, dass der Schwierigkeitsgrad genügend Reserven zu den eigenen Fähigkeiten offen lässt. Klettersteigbegehungen an der Sturzgrenze sollten gemieden werden. Mammut empfiehlt für ungeübte Erwachsene eine zusätzliche Partnersicherung mit einem Kletterseil. Kinder müssen zwingend zusätzlich mit einem Seil von oben gesichert werden.

 
 
 
 
  • Trovat Glove

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