Reinhard Fichtinger
 

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Wie wird getestet?

Was genau und wie wird getestet – und was bedeuten die Ergebnisse für die Praxisleistung des Klettergurts?

Zug nach oben

Dieser Test in der Standard-Belastungssituation ist die wohl wichtigste Prüfung der Norm. Ein genormter Testdummy mit dem zu testenden Gurt wird in aufrechter «Kopf-oben»-Position fixiert, das Seil nach Norm eingebunden, dann wird der Gurt mit einer Kraft von 15kN (bei Kindergurten 10kN) statisch belastet. Dabei dürfen keine lasttragenden Teile vollständig brechen, Schnallen dürfen sich höchstens um 20mm verschieben (wegen dieser Strecke von 20mm ist eine Mindest-Restlänge der Gurtbänder notwendig). Die Prüflast von 15kN enthält eine große Sicherheitsreserve, denn laut Norm darf der maximale Fangstoss eines Seiles nicht über 12kN hinausgehen, und bei dynamisch gebremsten Stürzen wirken etwa 2,5 bis 3,5 kN auf den Körper. Das heißt: bevor ein intakter Gurt reißt, ist mit schwerwiegenden Verletzungen zu rechnen

Zug nach unten

Für diesen Test wird der Dummy in «Kopf-oben»-Stellung eingespannt und mit 10 kN (Kindergurte 7 kN) nach unten belastet. Auch dabei müssen alle tragenden Teile intakt bleiben; außerdem darf der Dummy nicht aus dem Gurt herausrutschen. Das heißt: Auch ein Sturz kopfüber hält der Gurt ohne Probleme. In der Praxis sollten natürlich Stürze Kopf voran aufgrund des hohen Verletzungsrisikos möglichst vermieden werden.

Praxistip: Im gestuften Gelände, wo die Aufprall- und Umdrehgefahr besonders groß ist, mehr Zwischensicherungen legen.

Gurtbandbreite

Alle mit dem Körper in Kontakt stehenden Bauteile müssen aufgrund der teils explosiven Krafteinleitung eine Mindestbreite aufweisen. Diese ist für Hüft- und Beingurte unterschiedlich. Die Mindestbreiten sind nötig, damit beispielsweise die Oberschenkel durch die Beinschlaufen beim Sturz nicht unangenehm eingeschnürt oder gar verletzt werden können.

Anseilschlaufe

Die Reissfestigkeit der Anseilschlaufe wird separat getestet. Die geforderten Werte, die denen der "Zug-nach-oben"-Belastung entsprechen (15kN, Kindergurte 10kN), sind für jede Praxisbelastung weit ausreichend. Dennoch empfehlen wir, das Seil nicht in die Anseilschlaufe einzubinden, sondern direkt in Hüftschlaufe und Beinschlaufensteg. Das bringt durch Redundanz mehr Sicherheit beim Sturz und vermeidet Scheuerschäden an der Anseilschlaufe, die man zur Aufhängung des Abseil- oder Sicherungsgerätes braucht.

 
 
 
 
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