Thomas Senf
 

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PFC

Qualität und Sicherheit für unsere Kunden und die Hersteller

Mammut will nicht nur die besten Outdoor- und Bergsport-Produkte für seine Kunden anbieten, sondern auch den bestmöglichen ökologischen Fussabdruck hinterlassen. Aus Überzeugung und nicht nur weil der Markt es verlangt! Realistische Möglichkeiten und langfristige, allumfassende Lösungen sind dabei das Ziel. Zusammen mit bluesign technologies arbeiten wir an der schnellstmöglichen Eliminierung von PFOA und suchen nach reellen Alternativen.

Mammut stellt höchste Anforderungen an Qualität, Funktionalität und Sicherheit seiner Produkte. Der Kunde kann sich in jeder Lage – ob unterwegs auf dem Eis oder in der Felswand – auf seine Mammut Ausrüstung verlassen. Denselben Anspruch stellt Mammut an die Wertschöpfungskette. Auch die Herstellung soll den hohen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen entsprechen und unbedenklich sein für Mensch und Natur.

Mammut ist sich der Problematik bezüglich PFOA bewusst. Es handelt sich um Spurenverunreinigungen in bestimmten PFCs (perfluorinated chemicals). Letztere werden in der Textilindustrie vor allem aufgrund ihrer wasser-, öl- und schmutzabweisenden Eigenschaften verwendet. PFC-behandelte Stoffe tragen somit zur hohen Leistungsfähigkeit von funktioneller Textilprodukten beim Einsatz im Bergsport bei. Bedenken bestehen unter anderem aufgrund der Anreicherung der Substanzen in der Umwelt durch Abfallprodukte und Abwässer und dadurch eventuell auch über die Nahrungskette im menschlichen Organismus. Leider sind sie kaum biologisch abbaubar.

Bis 2015 will Mammut Einsatzstoffe zur Herstellung von funktioneller Bekleidung haben, die frei sind von PFOA-Spurenverunreinigungen. Bedeutende Schritte in diese Richtung wurden bereits unternommen: Im Januar 2011 wurde Mammut Systempartner von bluesign technologies und verpflichtete sich als solcher zur Umsetzung des strengen bluesign® Standards. Dieser reguliert alle relevanten bei PFCs auftretenden Verunreinigungen mit strikten, niedrigen Grenzwerten.

Die grosse Herausforderung besteht allerdings darin, dass die heute auf dem Markt verfügbaren Behandlungsmethoden noch nicht gleich leistungsfähige Produkteigenschaften generieren können. Die Entwicklung von ökologisch wie funktionell vertretbaren Alternativen steht deshalb im Fokus. Zusammen mit bluesign technologies sowie weiteren Herstellern der Outdoorsport-Branche, Fachleuten, Stoffherstellern, Textilveredlern und der textilchemischen Industrie arbeitet Mammut an der Entwicklung neuer Technologien.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne unter der E-Mail csr@mammut.ch zur Verfügung.


Fragen und Antworten:

Warum ist nach Greenpeace PFC problematisch?

Für den Träger einer Funktionsjacke besteht kein akutes Gesundheitsrisiko, da sich die Substanzen nach heutigem Wissensstand über die Haut nicht auf den menschlichen Körper übertragen können.

Einige PFCs können jedoch herunterbrechen und sogenannte langkettige perfluorierte Chemikalien wie PFOA bilden. Diese sind unter anderem persistent, bioakkumulativ, und haben toxikologische Eigenschaften. Das Risiko besteht primär darin, dass sich diese Substanzen über das Abwasser – im Herstellungsprozess oder nach dem Waschen eines Produktes – in die Natur und die Nahrungskette gelangen können.

Aus diesem Grund stellt diese chemische Gruppe für uns eine Priorität dar, die wir bereits adressieren. Mammut setzt sich zum Ziel, diese langkettigen PFC-Textilausrüstungen, die in PFOA herunterbrechen können, bis 2015 zu eliminieren. 

Wieso hat es PFC in der Mammut Jacke?

Für Bergsteiger und Outdoor-Sportler  ist zentral, dass die Funktions-Bekleidung in schwierigen Verhältnissen trocken und komfortabel bleibt. Unterwegs in den Bergen ist das sicherheitsrelevant und kann gar lebensrettend sein. Leider erreichen keine der gegenwärtig verfügbaren PFC-freien Alternativen das gleich hohe Niveau an Funktionalität und Haltbarkeit.

Welche Massnahmen hat Mammut eingeleitet?

Als verantwortungsvolles Unternehmen verpflichtet sich Mammut zu hohen Standards der Konsumenten-, Umwelt- und Arbeitssicherheit. Aus diesem Grund sind wir Mitglied von bluesign technologies, führen eine „Restricted Substances List“ (RSL) sowie ein internes Lieferketten-Monitoringsystem.

Am Tag der Veröffentlichung der Studie befanden wir uns am runden Tisch mit Greenpeace und zahlreichen Vertretern anderer Marken um an Lösungen zu arbeiten. Denn das Problem kann weder Mammut, noch andere einzelne Hersteller alleine lösen. Daher arbeiten wir aktiv auf Branchenebene sowie mit Nichtregierungsorganisationen und Chemiezulieferern an Alternativen.

Welche Verpflichtungen ist Mammut eingegangen und wie steht Mammut zur DETOX-Kampagne?

Wir haben uns dazu verpflichtet, bis 2015 ganz von PFOA und den kritischen langkettigen perfluorierten Chemikalien wegzukommen. Wir sind uns allerdings bewusst, dass dies nur ein erster Schritt zur Erreichung des langfristigen Ziels der Abkehr von perfluorierten Chemie sein kann. Da uns bis heute jedoch keine Alternative, die unseren hohen Anforderungen gerecht wird, bekannt ist und noch zu viele offene Fragen im Raum stehen, sind wir heute nicht in der Lage, die Maximalforderung von Greenpeace vollumfänglich zu erfüllen.

Wie verantworten wir als Unternehmung die Verwendung solcher Chemikalien?

Mammut will die besten Outdoor- und Bergsport-Produkte für seine Kunden anbieten und gleichzeitig den bestmöglichen ökologischen Fussabdruck hinterlassen. Bisher erreichen nur die PFC-basierten Textilausrüstungen das für dieses Einsatzgebiet geforderte Niveau an Funktionalität. Ausserdem fehlt es an unabhängigen wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass die auf dem Markt verfügbaren Alternativen auch tatsächlich umweltverträglicher sind als PFC.

Wir setzen uns dafür ein, dass wir reelle Alternativen finden. Hier ist aber primär die Chemieindustrie gefordert. Insofern begrüssen wir die DETOX-Kampagne von Greenpeace und hoffen, dass sie die Chemiehersteller veranlasst, umweltfreundlichere Alternativen mit ebenso guter Funktionalität auf den Markt zu bringen.

Fasst Mammut ein Produktrückruf ins Auge?

Nein, denn nach heutigem Wissensstand besteht für den Träger von Funktionsbekleidung weder ein Gesundheits- noch ein Sicherheitsrisiko! Entsprechend besteht kein Anlass zu einem Produktrückruf. Die von Greenpeace getestete Mammut Jacke übertrifft alle gesetzlich festgelegten Grenzwerte.

Was ist “PFC“?

PFC (perfluorierte Chemikalien) sind eine Klasse von chemischen Substanzen und gehören zur größeren Familie der fluorierten Chemikalien. Sie umfassen eine breite Palette von chemischen Substanzen von unterschiedlicher Zusammensetzung und Umwelteinfluss.

Wie viele Chemikalien werden in der Textil- und Bekleidungsindustrie eingesetzt?

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist Chemie-lastig: In jedem unserer Bekleidungsteile (nicht nur Outdoor-Bekleidung) hat es chemische Substanzen. Diese werden benötigt, um die Textilien zu färben und den Bekleidungsteilen die gewünschte Funktion zu verleihen.

Rund 25% der weltweit hergestellten Chemikalien fliesst direkt oder indirekt in die Textil- und Bekleidungsindustrie. Das sind über 6‘000 verschiedene Substanzen. Die von Greenpeace kritisierten PFCs werden eingesetzt um die gewünschte wasser-, schmutz- und ölabweisende Funktion zu erreichen.

Gibt es keine gesetzliche Regelung zu PFC oder PFOA?

Nein. Bisher gibt es keine gesetzlichen Vorschriften oder Grenzwerte bezüglich PFC oder PFOA. Anders verhält es sich bei PFOS: Dies ist ebenfalls eine Spurenverunreinigung, die aus langkettigen perfluorierten Chemikalien entstehen kann. Gemäss Europäischem Gesetz ist PFOS bereits stark eingeschränkt (Grenzwert von 1 μg/m2) und ist bereits aus der Kleidungsproduktion eliminiert.

Was passiert, wenn diese Substanzen in den Körper gelangen?

Studien belegen, dass die sogenannt langkettigen perfluorierten Chemikalien wie PFOA und PFOS persistent und bioakkumulativ sind, sowie toxikologische Eigenschaften haben. Die jüngsten Greenpeace-Studien machen zudem darauf aufmerksam, dass diese Substanzen nicht nur in der Produktion, sondern auch bei uns im Abwasser landen können. Da diese Chemikalien von der Umwelt kaum abgebaut werden, können sie in die Luft, in Wasserkreisläufe und damit auch in die Nahrungsmittelkette gelangen. Beim tragen von Funktionsbekleidung, die mit einer DWR-Ausrüstung behandelt sind, besteht kein Risiko, da die Substanzen über die Haut nicht in den Körper gelangen kann.

Wie sieht es in den Produktionsstätten aus?

Greenpeace weist in den jüngst veröffentlichten Reports nach, dass die Umweltbelastungen in den Produktionsländern für Mensch und Umwelt zum Teil tatsächlich kritisch sind.

Mammut hat diese Problematik bereits vor der Publikation des aktuellen Greenpeace Berichtes erkannt und Massnahmen ergriffen. Im Januar 2011 verpflichteten wir uns zum bluesign® Standard, dem derzeit strengsten Umwelt-Standard in der Branche. Der Ansatz ist, erst gar keine gefährlichen Chemikalien in die Herstellprozesse einzulassen. Wir gehen das Problem also an der Quelle an um sicherzustellen, dass am Ende beim fertigen Produkt auch nichts Kritisches rauskommt.