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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Reisebedingungen der MAMMUT SPORTS GROUP GMBH - MAMMUT ALPINE SCHOOL
("Veranstalter")


WICHTIGER HINWEIS:
Alle Reisen wurden gewissenhaft und präzise vorbereitet und geplant. Der Veranstalter kann jedoch keine Garantie für einen subjektiv vorgestellten Reiseerfolg übernehmen, denn Gipfel können bei ungünstigen Witterungsbedingungen (Schneefall, Eis, Nebel, Regen, Lawinengefahr etc.) nur unter erschwerten Bedingungen oder auch gar nicht zu erreichen sein. Mit dem kurzfristigen Auftauchen solcher Witterungsverhältnisse muss im Gebirge zu jeder Tages- und Jahreszeit stets gerechnet werden.
Ferner ist zu beachten, dass die Reisen teilweise in entlegene Länder führen, in denen die medizinische Versorgung nicht immer mitteleuropäischem Standard entspricht, so dass auch kleine Zwischenfälle schwerwiegende Folgen haben können.


§ 1 Vertragsabschluss
Mit der Anmeldung, die auch auf elektronischem Weg vorgenommen werden kann, bietet der Reisende dem Veranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Der Vertrag kommt durch Annahme seitens des Veranstalters zu Stande, die in Form einer Reisebestätigung auch auf elektronischem Weg erfolgen kann.


§ 2 Widerrufsrecht des Reisenden
1. Der Reisende kann seine Vertragserklärung innerhalb von einem Monat ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Vertragsschluss und auch nicht vor Erfüllung der den Veranstalter treffenden Informationspflichten gemäß § 312 g Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Art. 246 § 3 EGBGB. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an: Mammut Sports Group GmbH, Anschützstraße 5, 87700 Memmingen, Telefon: 08331/8392-333, Fax: 08331/8392-211, E-Mail: alpineschool@mammut.ch

2. Widerrufsfolgen
Im Fall eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und gegebenenfalls gezogene Nutzungen (z.B. Zinsen) herauszugeben. Kann der Reisende dem Veranstalter die empfangene Leistung nicht oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren bzw. herausgeben, muss er dem Veranstalter insoweit ggf. Wertersatz leisten. Dies kann dazu führen, dass der Reisende die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum bis zum Widerruf gleichwohl erfüllen muss. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für den Reisenden mit der Absendung seiner Widerrufserklärung, für den Veranstalter mit deren Empfang. Das dem Reisenden zustehende Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf seinen ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor er sein Widerrufsrecht ausgeübt hat.


§ 3 Teilnahmevoraussetzungen und Ersatzbenennung
1. Teilnahmeberechtigt ist jeder Reisender, der gesund, den in der jeweiligen Reisebeschreibung genannten Anforderungen gewachsen und entsprechend ausgerüstet ist.

2. Der Veranstalter bzw. der in seinem Namen Handelnde ist jedoch berechtigt, einen Reisenden, der diese Voraussetzungen nicht erfüllt, vom Veranstaltungsprogramm ganz oder teilweise auszuschließen. Soweit der Veranstalter dadurch Aufwendungen erspart, werden diese dem Reisenden erstattet.

3. Jeder Reisende ist für die Einhaltung der zu beachtenden Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften selbst verantwortlich.

4. Bis zum Reisebeginn kann der Reisende vom Veranstalter verlangen, dass an seiner Stelle ein Dritter teilnimmt, wenn dieser die vorstehenden Voraussetzungen erfüllt. Der Reisende bleibt jedoch Vertragspartner und haftet neben dem Dritten dem Veranstalter gegenüber für alle anfallenden Kosten als Gesamtschuldner.


§ 4 Leistungen, Vergütung und Zahlungsbedingungen
1. Der Veranstalter ist gemäß der Verordnung (EG) 2111/2005 vom 14.12.2005 verpflichtet, den Reisenden bei Buchung über die Identität der/des ausführenden Luftfahrunternehmen (S) zu unterrichten. Steht ein ausführendes Luftfahrtunternehmen bei Buchung noch nicht fest, ist der Reisende insoweit zunächst über die Identität des wahrscheinlich ausführenden Luftfahrtunternehmens zu unterrichten. Sobald die Identität endgültig feststeht, wird der Reisende entsprechend unterrichtet. Im Falle eines Wechsels des ausführenden Luftfahrtunternehmens nach Buchung ist der Reisende über den Wechsel so rasch wie möglich zu unterrichten.
Die Liste von Luftfahrtunternehmen, die in der EU einer Betriebsuntersagung unterliegen („gemeinschaftliche Liste“), ist hier zu finden: http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_de.htm

2. Die ausgeschriebenen Preise verstehen sich pro Person und beinhalten die jeweils im Programm angegebenen Leistungen.

3. Eine Preiserhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als vier Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss beim Veranstalter weder eingetreten noch für ihn vorhersehbar waren.

4. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Kunden über eine nachträgliche Änderung des Reisepreises unverzüglich zu unterrichten. Im Übrigen sind solche Änderungen nur möglich, soweit eine entsprechende Mitteilung mindestens 20 Tage vor Reisebeginn beim Kunden eingeht.

5. Halbpension beinhaltet Abendessen, Übernachtung und Frühstück.

6. Einzelzimmer werden - soweit möglich - gegen Aufpreis zur Verfügung gestellt.
Alleinreisende werden mit anderen Reiseteilnehmern untergebracht.

7. Sonderprogramme außerhalb der angegebenen Routen gehen zu Lasten des Reisenden.

8. Mit Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung und Aushändigung eines Sicherungsscheins im Sinne von § 651 h Abs. 3 BGB werden bei
a) Alpentouren 10 %,
b) Trekking-, Skitouren- und Fernreisen sowie Expeditionen 15 %
des vereinbarten Reisepreises zur Zahlung fällig und sind binnen zehn Tagen ausschließlich bargeldlos zu leisten.

9. Der jeweilige Restbetrag ist bei
a) Alpentouren spätestens 21 Tage,
b) Trekking-, Skitouren- und Fernreisen sowie Expeditionen spätestens 30 Tage
vor Reisebeginn zur Zahlung fällig.


§ 5 Mindestteilnehmerzahl und Rücktrittsrecht des Veranstalters
1. Zur Durchführung der angebotenen Reisen ist die Erreichung der jeweils angegebenen Mindestteilnehmerzahl erforderlich.

2. Wird die festgelegte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, ist der Veranstalter berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, ohne dass der Reisende Entschädigungsansprüche geltend machen kann. Die Rücktrittsfrist beträgt bei
a) Touren in den europäischen Alpenraum zehn Tage sowie
b) Trekking-, Skitouren- und Fernreisen sowie Expeditionen spätestens 28 Tage,
jeweils vor Reisebeginn.

3. Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt erkennbar werden, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, hat der Veranstalter unverzüglich von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.

4. Ein Rücktritt durch den Veranstalter ist ausnahmsweise bis zum Reisebeginn möglich, wenn witterungsbedingte Umstände wie beispielsweise Lawinengefahr die Durchführung gefährden. Auch insoweit beschränkt sich der Anspruch des Reisenden auf Rückerstattung seiner Zahlung.


§ 6 Rücktrittsrecht des Reisenden
Dem Reisenden steht das Recht zu, jederzeit vom Vertrag zurückzutreten. Er ist jedoch zur Zahlung des Reisepreises in nachfolgendem Umfang verpflichtet, wobei es ihm freisteht nachzuweisen, dass dem Veranstalter ein entsprechender Schaden gar nicht oder nicht in dieser Höhe entstanden ist.

1. Veranstaltungen im Alpenraum
a) Bis 35 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 10 %
b) Bis 25 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 30 %
c) Bis 15 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 50 %
d) Bis 7 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 80 %
f)  anschließend:     90 %

2. Trekking-, Skitouren-, Ski- und Fernreisen
a) Bis 45 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 10 %
b) Bis 35 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 30 %
c) Bis 25 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 50 %
d) Bis 15 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 70 %
e) Bis 10 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 80 %
f) anschließend:     90 %

3. Expeditionen
a) Bis 60 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 20 %
b) Bis 50 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 30 %
c) Bis 40 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 40 %
d) Bis 30 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 50 %
e) Bis 20 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 60 %
f) Bis 10 Tage vor Beginn der Veranstaltung: 70 %
g) anschließend:     85 %


§ 7 Haftung
1. Vertragliche Schadensersatzansprüche
Die vertragliche Haftung des Veranstalters auf Schadensersatz für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist insgesamt auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig durch den Veranstalter herbeigeführt wird. Diese Beschränkung gilt auch, soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstandenen Schaden, der kein Körperschaden ist, allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

2. Deliktische Schadensersatzansprüche
Für alle gegen den Veranstalter gerichteten Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise.

3. Jeder Reisende ist verpflichtet, bei Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen daran mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.

4. Der Reisende haftet für Verlust und Beschädigung der ihm vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Ausrüstungsgegenstände. Das gilt auch für das Auslösen von Lawinenairbag-Rucksäcken, soweit dies versehentlich erfolgt.

§ 8 Schlussbestimmungen und Gerichtsstand
1. Mehrere Reisende haften als Gesamtschuldner. Sie erteilen sich wechselseitig Vollmacht zur Abgabe und Entgegennahme von Erklärungen im Rahmen des mit dem Veranstalter bestehenden Vertragsverhältnisses.

2. Mündliche Nebenabreden zu diesem Vertrag bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für eine Abänderung oder einen Verzicht auf die Anwendung dieser Schriftformbestimmung.

3. Für das Vertragsverhältnis gilt unter Ausschluss des CISG ausschließlich deutsches Recht.

4. Der Reisende kann den Veranstalter nur an dessen Sitz verklagen.

5. Für Klagen des Veranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgebend. Für Klagen gegen Reisende bzw. Vertragspartner eines Reisevertrags, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Veranstalters vereinbart.

6. Im Fall der Unwirksamkeit einzelner Regelungen in diesem Vertrag bleibt die Wirksamkeit der übrigen Vertragsbestimmungen unberührt. Die Vertragsparteien verpflichten sich, in diesem Fall eine wirksame Regelung zu treffen, die dem Vertragszweck und dem wirtschaftlich angestrebten Ergebnis am nächsten kommt.


Stand 12.12.2011